Gaisberg (Hohe Mut): Gleitschirm-Fluggebiet
Der Startplatzkomplex Gaisberg–Hohe Mut liegt im hinteren Ötztal bei Obergurgl (Gemeinde Sölden, Tirol) auf ca. 2.377 m. Die Hohe Mut ist mit der Gondelbahn ab Obergurgl bequem erreichbar; die Bergstation liegt auf knapp 2.670 m und ermöglicht direkte Bergflüge tief ins Ötztal. Der benachbarte Gaisb
Fluggebiet im Überblick
- Region
- Tirol
- Land
- Österreich
- Höhe
- 2377 m
Wind
- Optimale Startrichtung: NO bis O, mit Abflug in Richtung Rotmoos-Tal und Talausgang Richtung Sölden. - Nachmittagstalwind: Im Sommer entwickelt sich ab ca. 12:00–13:00 Uhr ein kräftiger Westtalwind, der bodennah turbulent werden kann; Flüge sind bevorzugt in den frühen Morgenstunden zu planen. - Katabatischer Abendwind: Am Abend setzt regelmäßig ein starker Kaltluftabfluss vom Rettenbachgletscher ein, der die Windrichtung am Gaisberg-Kamm erheblich beeinflussen kann. - Föhn: Föhn aus Süden ist ein absolutes Flugverbot: Er kann im Ötztal ganz ohne erkennbare Föhnwolken bodennahe Böen erzeugen
Startplätze
- SP Gaisberg Hohe Mut — 2377 m
Gefahrenhinweise
- Intensive Thermik: Das Ötztal ist für immense thermische Unsicherheiten bekannt; selbst erfahrene Piloten werden durch unerwartet starke Thermiken überrascht. - Föhn ohne Wolkenzeichen: Föhn dringt häufig in Bodennähe vor, ohne dass klassische Föhnwolken erkennbar sind. - Talwindjet Gurgl: Der Talwindjet im engen Gurgl-Talschluss kann späte Landungen im oberen Tal gefährlich machen und das Entkommen nach dem frühen Nachmittag blockieren. - Rotorzonen: Der Acherkogel (3.008 m) und weitere Flanken erzeugen bei Querwinden ausgeprägte Rotorzonen. - Gondelbahn und Materialseilbahnen: Hohe-Mut-Gon
Regeln und Einschränkungen
- CTR Innsbruck (LOWI): Obergurgl liegt im Einflussbereich der CTR Innsbruck, Klasse D, GND bis 11.000 ft MSL; Starts über ca. 2.500 m MSL können in TMA-Bereiche einragen. - ATIS und TRA: Vor jedem Streckenflug ist ein ATIS-Check (Tel. +43 517 036631) und ggf. TRA-Koordination mit dem IGV Innsbruck erforderlich. - Naturpark Ötztaler Alpen: Das Ötztal liegt im Naturpark Ötztaler Alpen; Tiefüberflüge über alpine Wildschutzzonen sind besonders in den saisonalen Ruhezonen (März bis Mai) zu vermeiden. - Aktuelle Luftraumkarten: AustroControl eAIP und Burnair Map täglich prüfen.
Wetter und Prognose
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Wetter, Regeln und lokale Bedingungen können sich kurzfristig ändern. Vor dem Flug sind die offiziellen und örtlichen Informationen zu prüfen.